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Samstag, 28. August 2010
Wasser
Laut Vorhersagen soll es morgen wieder regnen - auf Spanisch "manana". Allerdings haben wir gelernt, dass "manana" nicht zwangsläufig "morgen" bedeutet, und auch nicht "so schnell wie möglich" - es heißt eher so etwas wie "wir machen das mal", "demnächst", "eventuell", "später" oder "vielleicht". Es wäre also ganz gut, wenn es eventuell morgen oder auch an einem anderen Tag in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht Regnen könnte, aber auch nur wenn es nicht allzu viele Umstände macht, okay? - Ok, manana....
Das letzte Mal hat es während unserer Argentinien-Reise kurz geregnet, und seitdem fiel kein Tropfen - fast ein Monat.
Dazu kommt, dass wir seit einer Woche wissen, dass unsere große Hauptzisterne kaputt, also undicht, ist. Der Hofmeister der Schule, der auch für unser Haus, weil im Schulbesitz, zuständig ist, eilte zur Rettung und richtete alles so ein, dass wir unsere kleinere zweite Zisterne nutzen können. Das birgt eine gute und eine nicht so gute Sache mit sich - die gute: Wir haben Wasser - die schlechte: Es stinkt. Ich habe bereits Unmengen an Chlortabletten zugeführt, aber sie bringen keine wirkliche Besserung. (Glücklicherweise kaufen wir unser Trinkwasser, aber mit dem Stinkewasser zu duschen oder die Zähne zu putzen hinterlässt kein richtig sauberes Gefühl.) - Deshalb warten wir auf Regen!
Das Ganze zeigt uns aber mal wieder, dass es Dinge gibt, die in D. selbstverständlich sind, in anderen Teilen der Welt aber ganz und gar nicht.
(Holger)
Montag, 23. August 2010
Nachruf für Edward

Gestern Abend wurde unser kleiner Edward von der bösen großen Katze, die unsere Bella schon seit geraumer Zeit "tyrannisiert", getötet... Wir werden keine weitere kleine Katze mehr aufnehmen.
(Anke)
Sonntag, 22. August 2010
Expo Trebol
Die gesamte letzte Woche war wieder eine Expo mit Rodeo hier im Chaco, diesmal direkt bei Loma Plata.

Wir haben uns das natürlich auch nicht entgehen lassen und festgestellt, dass der Unterhaltungswert des Kälberfangens für uns persönlich nicht so groß und vor allem nicht so belustigend ist, wie für andere.




(Anke)
Ein Junge!
Dienstag, 17. August 2010
Unser Winter...
Und hier ein Nachtrag zu unserem Trip nach Buenos Aires; diese verblüffend echt aussehende Fotomontage wurde uns auf unserer Bus-Stadtrundfahrt offeriert ;-)
Sonntag, 15. August 2010
Die kleinen Dinge...
Zum Beispiel heute. Den ganzen Tag hatten wir keine Elektrizität. Kurz nach sieben Uhr morgens war der Tag also schon gelaufen, so ohne funktionierende elektrische Heizungen, ohne Kaffeemaschine...
Unsere Wasserpumpe, die letzte Woche erst repariert wurde, funktioniert auch nicht ohne Strom, sodass wir recht schnell kein fließendes Wasser mehr hatten. Da freuten wir uns über unser gekauftes Wasser - und über unseren Gasherd, mit dem wir schon oft unzufrieden waren, weil er ja kein Umluft hat, was beim Pizzabacken eher hinderlich ist, es aber glücklicherweise nicht unmöglich macht ;-)
Und so freuen wir uns, nachdem wir den Tag ohne Elektrizität verbracht haben (mal abgesehen von jener im Notebook-Akku), dass wir sie jetzt, am Abend, wieder haben; dass wir Licht haben, dass das Wasser wieder ins Haus gepumpt wird... Alles Dinge, die für nicht wenige Menschen hier in Paraguay eben NICHT selbstverständlich sind.
Ach ja, noch eine Sache, über die wir uns freuen: Duschen, ohne einen elektrischen Schlag zu bekommen ;-)
(Holger)
Sonntag, 1. August 2010
Buenos Aires
Am Mittwochmorgen brachten wir dann zuerst Mama/Ruth/Oma zum Flughafen, die trotz ihrer mittlerweile guten Flugerfahrung etwas nervös war - v.a. wegen des Umsteigens in Paris. Dann sind wir wieder zum Portal um gegen Mittag wieder in Richtung Aeropuerto zu fahren, wo wir uns mit Deutschkollegen trafen, um gemeinsam nach Buenos Aires (Argentinien) aufzubrechen, wo ein internationaler Deutschlehrerkongress (Argentinien, Paraguay, Uruguay) tagen sollte.
Abends waren wir immer in einem Shoppingcenter in der Nähe essen, das in seiner prunkvollen Machart die uns bekannten Shoppings in Deutschland übertrifft. Hier gab es neben zahlreichen anderen Restaurants auch ein Subway, leider ohne Veggie Patty ;-( War aber trotzdem gut...
Am Nachmittag wollten wir noch einmal eine Bustour machen, da das Wetter sehr schön war diesmal mit einem Bus, der oben offen ist. Leider wurde nur die Tour angeboten, die wir bereits gemacht hatten. Also entschieden wir uns für Spielplatz, Taxi zum Museo de las Bellas Artes und die dortige Umgebung...
Verspätet - verschoben - verarscht: Rückflug
Am Samstag machten wir uns kurz nach 18 Uhr auf den Weg zum Flughafen; der Flug war für etwa halb zehn abends geplant. Dort angekommen, erfuhren wir, dass sich der Flug nach Asunción verspäten würde. Nach fünf weiteren Aufschüben - es war mittlerweile 2:30 Uhr - gab man uns unser Gepäck zurück und bot ein Hotel an. Wir entschieden uns dagegen und blieben im Flughafen; der nächste Flug war für 7:00 Uhr angesetzt, was bedeutet hätte, dass wir etwa eine Stunde im Hotel hätten schlafen können. Das lohnte sich also nicht. Im Großen und Ganzen war das, was uns die Fluglinie Aerolineas Argentinas dort an "Service" bot, eine Farce. Zwar gab es kostenlos Essen & Trinken und nach einigem Nachfragen auch Decken für die Kinder zum Schlafen, aber wir mussten doppelt einchecken, Formulare doppelt schreiben etc., und der Sicherheitsmensch zeigte sich alles andere als zuvorkommend oder freundlich, da er sich daran störte, dass die Kinder hinter einem Schmuckladen auf dem Boden schliefen - dies würde den Verkauf stören. Wenn es sich künftig irgendwie vermeiden lässt, fliegen wir nicht mehr mit der genannten Fluglinie. Schließlich - nach 12 Stunden Warten - ging der Flieger nach Asunción. Die dafür Zuständigen wussten offenbar, dass der Flug wegen Personalmangels nicht starten konnte. Man fragt sich: Warum wurden die Passagiere nicht früher informiert? Anstatt im Flughafen zu warten, wären wir dann im Hotel geblieben, in dem wir noch eine Nacht hätten bleiben können.
Auf der Transchaco zu fahren war diesmal noch ermüdender als sonst, sodass wir uns mit Fahren abwechseln mussten. Trotz der Müdigkeit war Anke aufmerksam und erspähte am Straßenrand bei einem großen Wasserloch eine große Gruppe von Krokodilen - glücklicherweise waren die 16 (oder mehr?) Tiere weit weg.
(Anke & Holger)