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Familie VOS schrieb aus dem paraguayischen Chaco, 2010-2011.



Donnerstag, 9. September 2010

Für Hobby-Ornithologen...

...ist der Chaco sehr zu empfehlen. Hier eine kleine Collage von gestern - bei den diversen Nanduherden, die wir sahen, haben wir nicht extra angehalten, von denen haben wir schon sooo viele Fotos ;-)
Also, wer gerne Vögel beobachtet oder fotografiert, ist hier richtig. Falls sich jemand persönlich angesprochen fühlt, könnte das auch so gemeint sein ;-)
(Anke)

Dienstag, 7. September 2010

Flaschenbäume aktuell

So sehen im Moment die Flaschenbäume aus. Die Blüten sind vertrocknet, die Fruchtstände öffnen sich und die einzelnen Samen werden dann in einem "Wattebausch" vom Wind weitergetragen - bis sie sich in Gras, Zäunen o.a. verfangen...
(Anke)

Mal wieder raus

Unser Wochenende...
...haben wir mal wieder in Asunción verbracht. Es gab zwar im Vorhinein ein wenig Ärger, da Amalia zu einer Geburtstagsfeier eingeladen war, zu der sie gerne wollte, aber wir konnten sie dann doch davon überzeugen, mit uns zu fahren.
Da einige unserer Klassen am Freitag nicht da waren, konnten wir bereits am Donnerstag los und hatten ein wenig länger Zeit in der großen Stadt.
Am Freitag waren wir morgens im Zoo und nachmittags wollten wir in ein Museum - altes Parlamentsgebäude. Der Zoo war wie gewohnt, nicht ganz so in der Tierhaltung, wie man es aus Deutschland kennt aber die Raubkatzen schienen diesmal nicht ganz so viel Interesse an Lenia zu haben...
Das Museum ist auf den ersten Blick sehr groß, jedoch waren die meisten der Türen im Inneren verschlossen, sodass nur ein paar Ausstellungsräume da waren. Einige Ausstellungstücke waren auch durchaus interessant...
Samstag ging es um ca. 7 Uhr los in Richtung Tobati, wo wir erneut eine Klettertour mit Aventura Extrema machen wollten. Sie war zwar nicht ganz so, wie wir gerne wollten - Extrawünsche... - aber trotzdem gut. Zuerst besichtigten wir wieder die Fledermaushöhle - diesmal mit Kindern und danach ging´s wieder auf den Berg. Allerdings seilten wir uns diemal nicht an der 31 Meter hohen Steilwand ab, sondern kletterten hoch, was gar nicht so einfach war, wie es uns zunächst schien...
Später besichtigten wir dann noch die Kirche/Begegnungsstätte in Atyra, die ein Pastor nur aus Spendengeldern und Sachspenden erbaut hat. Die durch die unterschiedlichsten Sachspenden - Fliesen, Türen, Steine usw. unterschiedlichst gewordenen Mosaike, Böden, Wände etc. sind sehr interessant anzusehen. Erstaunlich, wie man aus soviel unterschiedlichem Material ein so passendes Gesamtbauwerk erstellen kann.
Unser Programm war noch nicht zu Ende; nachmittags waren wir im Hotel, wo wir ein wenig ausgeruht haben um uns dann später mit einer Kollegin aus einer deutschen Schule in Asunción zu treffen, die uns ein Restaurant mit sehr gutem vegetarischen Essen zeigen wollte. Das elefante blanco ist wirklich hervorragend und kann von uns nur empfohlen werden. Den Kindern schmeckte das Essen auch gut, allerdings zog sie der schöne, zum Restaurant gehörende Spielplatz mehr an, sodass wir Mühe hatten, sie ein wenig am Tisch zu behalten.
Nach dem Tag waren wir alle ziemlich geschafft, sodass wir am nächsten Tag den gewohnten "Nu Guazu- Abschluss" ausfallen ließen und nur shoppen gingen und dann wieder in Richtung Chaco aufbrachen, da wir eh spät dran waren...

Zu Hause erwartete uns unsere miauende Bella.

Und als kleine Nachinfo: Jetzt, wo Lenia 2 ist, kann sie auch an den Tanzstunden teilnehmen, sie stört die anderen zwar manchmal ein wenig, weil sie den "Ausdruckstanz" dem Gruppentanz vorzieht, hat aber Spaß.
Außerdem haben die Erzieherinnen aus Amalias Kindergarten für Lenia eine Ausnahme gemacht, sie kann jetzt auch drei Tage die Woche in die Spielgruppe (für 3-4jährige) gehen. Auch dort gefällt es ihr gut, aber die große Schwester ist ja auch dabei... (Im Bild sieht man sie mit ihrer "Kindergartentüte".)
Ich habe - wie ich auch schon einigen berichtete - längere Zeit nach einer altersmäßig passenden Gruppe gefunden, aber bei der Einzigen, die ich gefunden habe, möchte ich meine Kinder nicht alleine lassen...
Also bin ich den drei Erzieherinnen des Kindergarten Jazmin sehr dankbar, dass Lenia die Teilnahme ermöglichen.
(Anke)

Dienstag, 31. August 2010

Regen usw.

Manchmal ist manana doch morgen!
Entgegen unseren Erwartungen/Befürchtungen hat es tatsächlich geregnet. Und zwar - wie hier üblich - wie aus Eimern.
Da unsere Hauptzisterne ja kaputt ist, haben wir alle vier das Wasser, das dort gesammelt wurde, abgefangen und in die kleinere Zisterne gebracht, damit auch ja nichts verloren geht. Die Auffangbehälter unterschieden sich geringfügig in ihrer Größe...
Und dann noch verschiedene Nachträge als kurze (Bild-)Notiz:
Noch vor dem großen Regen haben wir Lenias zweiten Geburtstag gefeiert. - Die Dekoration ist für hiesige Verhältnisse sehr sehr gering - obwohl nicht alles im Bild ist. Wie wir gehört haben, sollen noch einige Pakete auf dem Weg sein, die alle Mitte Juli abgeschickt wurden - ich sag´nur manana... Der Winter in Paraguay ist mit zeitweiligen 35 Grad für Deutsche relativ warm, was uns veranlasst hat, ein Planschbecken zu kaufen, damit die Kinder überhaupt draußen spielen können. - Sie sind begeistert... (Hier bei der "Fütterung" der "Mimamaum" und des "unicorno" von der Expo.) Da es im Sommer auch gerne mal 45 Grad warm wird, wird es sicher des Öfteren zum Einsatz kommen.
Amalia hatte ihre zweite Tanzvorführung. Seit sie davon wusste, hat sie darauf gewartet und war ganz begeistert bei der Sache. Die Musik war leider ein wenig chaotisch, aber - zumindest - die Preballett-Gruppe hatte trotzdem ihren Spaß.

Wie wir bereits berichteten, können wir auf dem Land einer Kollegin auch reiten. Holger ist nicht weniger begeistert als Amalia und scheint einem manchmal wie ein "Natural born Gaucho".

(Anke)

Samstag, 28. August 2010

Wasser

Wann regnet es wieder?
Laut Vorhersagen soll es morgen wieder regnen - auf Spanisch "manana". Allerdings haben wir gelernt, dass "manana" nicht zwangsläufig "morgen" bedeutet, und auch nicht "so schnell wie möglich" - es heißt eher so etwas wie "wir machen das mal", "demnächst", "eventuell", "später" oder "vielleicht". Es wäre also ganz gut, wenn es eventuell morgen oder auch an einem anderen Tag in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht Regnen könnte, aber auch nur wenn es nicht allzu viele Umstände macht, okay? - Ok, manana....
Das letzte Mal hat es während unserer Argentinien-Reise kurz geregnet, und seitdem fiel kein Tropfen - fast ein Monat.
Dazu kommt, dass wir seit einer Woche wissen, dass unsere große Hauptzisterne kaputt, also undicht, ist. Der Hofmeister der Schule, der auch für unser Haus, weil im Schulbesitz, zuständig ist, eilte zur Rettung und richtete alles so ein, dass wir unsere kleinere zweite Zisterne nutzen können. Das birgt eine gute und eine nicht so gute Sache mit sich - die gute: Wir haben Wasser - die schlechte: Es stinkt. Ich habe bereits Unmengen an Chlortabletten zugeführt, aber sie bringen keine wirkliche Besserung. (Glücklicherweise kaufen wir unser Trinkwasser, aber mit dem Stinkewasser zu duschen oder die Zähne zu putzen hinterlässt kein richtig sauberes Gefühl.) - Deshalb warten wir auf Regen!
Das Ganze zeigt uns aber mal wieder, dass es Dinge gibt, die in D. selbstverständlich sind, in anderen Teilen der Welt aber ganz und gar nicht.
(Holger)

Montag, 23. August 2010

Nachruf für Edward

Edward "Grieg" 14.07.-22.08.2010




Gestern Abend wurde unser kleiner Edward von der bösen großen Katze, die unsere Bella schon seit geraumer Zeit "tyrannisiert", getötet... Wir werden keine weitere kleine Katze mehr aufnehmen.


(Anke)

Sonntag, 22. August 2010

Expo Trebol

Der Höhepunkt des Jahres im Chaco
Die gesamte letzte Woche war wieder eine Expo mit Rodeo hier im Chaco, diesmal direkt bei Loma Plata.

Wir haben uns das natürlich auch nicht entgehen lassen und festgestellt, dass der Unterhaltungswert des Kälberfangens für uns persönlich nicht so groß und vor allem nicht so belustigend ist, wie für andere.
Außer den Shows gab es noch Tiere und Aussteller zu beschauen, Essensbuden und diverse "Shopping-Möglichkeiten": Aufblastiere für die Kinder, Pflanzen für mich und ein Metallica-T-Shirt für Holger.



(Anke)