Zelten im Chaco
Von Samstag auf Sonntag haben wir zum ersten Mal hier gezeltet. Von unserer Kollegin konnten wir uns ein großes Zelt ausleihen, in dem wir alle locker Platz hatten, und haben dieses dann bei ihr auf der Fenz aufgeschlagen.
Für die Kinder war das Zelt an sich schon ein großes Abenteuer, sie wollten am liebsten direkt rein und gar nicht mehr rauskommen. Aber die anderen Aktivitäten waren dann doch zu verlockend.

Nachmittags konnten wir wie meist reiten, zeichnen, die Natur genießen - da es relativ lang trocken ist, auch ziemlich mückenfrei -, in der Erde spielen usw. (je nach Familienmitglied haben wir unterschiedliche Tätigkeiten bevorzugt...).
Gegen Abend haben wir uns ans Feuermachen begeben und für das nächste Mal gelernt: Früher mit dem Holzsammeln anfangen, dann findet man es auch ohne Taschenlampe. Aber wir wurden trotzdem fündig und schafften es auch, zwei wunderbare Feuer zu machen. Eins zum Kochen und das andere als Lichtquelle und zum Mückenvertreiben. 
In unserem neuen Guiso-Topf (bin nicht sicher, ob das richtig geschrieben ist) haben wir uns dann Kartoffeln gebacken - Chaco-Chips - es war sehr lecker.

Später haben wir noch ein bisschen Lichtmalerei mit Feuerholz und Taschenlampen betrieben und sind dann, nach einer kleinen Nachtwanderung, ins Zelt.
Gegen 6 Uhr morgens sind Holger und ich dann von Papageien- und anderem Vogelgeschrei und scharrenden hungrigen Pferden geweckt worden. Die Kinder haben davon nichts mitbekommen und sind erst ca. eine Stunde später aufgewacht.

Nach einem Morgenspaziergang haben wir - beobachtet von einigen, an Krümeln interessierten, Vögeln - gefrühstückt, sind noch einmal ein wenig ausgeritten und haben uns dann, nachdem wir alles abgebaut und aufgeräumt haben, auf den Heimweg gemacht...
(Anke)



Zuerst besichtigten wir wieder die Fledermaushöhle - diesmal mit Kindern und danach ging´s wieder auf den Berg.
Allerdings seilten wir uns diemal nicht an der 31 Meter hohen Steilwand ab, sondern kletterten hoch, was gar nicht so einfach war, wie es uns zunächst schien...
Später besichtigten wir dann noch die Kirche/Begegnungsstätte in Atyra, die ein Pastor nur aus Spendengeldern und Sachspenden erbaut hat. Die durch die unterschiedlichsten Sachspenden - Fliesen, Türen, Steine usw. unterschiedlichst gewordenen Mosaike, Böden, Wände etc. sind sehr interessant anzusehen. Erstaunlich, wie man aus soviel unterschiedlichem Material ein so passendes Gesamtbauwerk erstellen kann.
Jetzt, wo Lenia 2 ist, kann sie auch an den Tanzstunden teilnehmen, sie stört die anderen zwar manchmal ein wenig, weil sie den "Ausdruckstanz" dem Gruppentanz vorzieht, hat aber Spaß.
Da unsere Hauptzisterne ja kaputt ist, haben wir alle vier das Wasser, das dort gesammelt wurde, abgefangen und in die kleinere Zisterne gebracht, damit auch ja nichts verloren geht. Die Auffangbehälter unterschieden sich geringfügig in ihrer Größe...
Der Winter in Paraguay ist mit zeitweiligen 35 Grad für Deutsche relativ warm, was uns veranlasst hat, ein Planschbecken zu kaufen, damit die Kinder überhaupt draußen spielen können. - Sie sind begeistert... (Hier bei der "Fütterung" der "Mimamaum" und des "unicorno" von der Expo.) Da es im Sommer auch gerne mal 45 Grad warm wird, wird es sicher des Öfteren zum Einsatz kommen.
Amalia hatte ihre zweite Tanzvorführung. Seit sie davon wusste, hat sie darauf gewartet und war ganz begeistert bei der Sache. Die Musik war leider ein wenig chaotisch, aber - zumindest - die Preballett-Gruppe hatte trotzdem ihren Spaß.
